Mehr Wohnkomfort - weniger Kosten Der hohe Wohnkomfort, die Wertsteigerung und der niedrige Energieverbrauch sprechen für Minergie-Bauten. Dass auch ein kostengünstiger Umbau viel Komfort eintragen kann, demonstriert das erste Oltner Minergie-Haus. „Minergie ist der Mindeststandard, den ein Haus heute einfach haben sollte“, ist Architekt Markus Oegerli überzeugt. Entsprechend hat er sein eigenes Heim, ein Reihenhaus aus den 30er-Jahren, umgebaut. Die Modernisierung nach Minergie-Standard war für Oegerli eine Selbstverständlichkeit, zumal er seine Bauherren schon seit langem auf die Vorteile von Minergie hinweist. Und: Olten ist zwar Energiestadt, hatte aber bis dato tatsächlich noch kein Minergie-Haus vorzuweisen. Das Qualitätslabel Minergie wird durch eine hochwertige Aussenhülle und ein kontrolliertes Lüftungssystem erreicht. Bei Neubauten darf ein Minergie-Gebäude im Vergleich zu einem Haus, das nach üblichen Vorschriften erstellt wurde, nur ein Drittel an Wärmeenergie verbrauchen. Der Hauptnutzen von Minergie liegt aber eindeutig im höheren Wohnkomfort.
Oltens erstes Minergie-Haus
Das Reihenhaus wurde zuerst "rückgebaut", also von den vielen Wand- und Bodenbelägen befreit, die während den letzten 70 Jahren angebracht wurden. Unter Teppichen und diversen Holzwerkstoffplatten zeigten sich zur Freude der neuen Hausbesitzer gut erhaltene Holzböden, die lediglich abgeschliffen und geölt werden mussten. Die Küche und die beiden Badezimmer sowie die gesamte Haustechnik wurden dagegen total erneuert. Das Haus erwies sich als prädestiniert für eine Minergie-Sanierung. Da es über eine sehr kleine Aussenfläche verfügt, musste nur eine minimale Innendämmung angebracht werden. Dies auch zur Zufriedenheit der Nachbarn, weil somit das Fassadenbild nicht verändert wurde. Zudem wurden Fenster mit einem sehr guten Dämmwert und einem geringen Rahmenanteil eingesetzt. Durch den grösseren Glasanteil fliesst nun deutlich mehr Tageslicht in die Räume. Idealerweise war die Erschliessung für die Komfortlüftung (parallel zum Kamin) ohne grossen Aufwand machbar. Zur Unterstützung der Warmwasseraufbereitung hat der Architekt Sonnenkollektoren auf dem Dach montiert. Da bereits eine Gasheizung vorhanden war, wurden lediglich Kessel und Kamin ersetzt. Gegenüber dem Vorbesitzer konnte die Familie Oegerli in diesem Winter über 50 Prozent des Gasverbrauchs einsparen. Hier räumt Oegerli allerdings ein: "Hätte ich geahnt, dass der Gaspreis so stark ansteigt, hätte ich mich für eine Wärmepumpe entschieden."
Immer mehr Förderbeiträge
Die komplette Modernisierung kostete knapp 190 000 Franken. Hierbei sind aber die familiären Eigenleistungen wie Architektur und Elektroarbeiten nicht berücksichtigt. Grundsätzlich geht man davon aus, dass die Mehrkosten für eine Modernisierung nach Minergie gegenüber herkömmlicher Bauweise maximal 10 Prozent betragen dürfen. Meist sind die Kosten jedoch deutlich unter dieser Marke und werden dank dem tiefen Energieverbrauch schon in ein paar Jahren wieder eingespart. Ausserdem bieten heute viele Kantone Förderbeiträge an, um energieeffiziente Technologien und den Ersatz fossiler Brennstoffe durch erneuerbare Energien zu unterstützen. So konnte auch Markus Oegerli von einem kantonalen Minergie-Förderprogramm profitieren und damit die Sonnenkollektoren finanzieren. Ebenso offerieren Banken und immer mehr Unternehmen heutzutage Minergie-Sonderkonditionen.
Minergie - Standard der Zukunft
Bei der Entscheidung für Minergie ist neben dem Umweltgedanken meist primär der höhere Wohnkomfort und die Wertsteigerung ausschlaggebend. Mit der Komfortlüftung, die kontinuierlich frische Luft in die Wohnräume bringt, wird das Raumklima spürbar verbessert und der Lärm bleibt draussen. Sämtliche Fenster können nämlich geschlossen bleiben – auch nachts und in den Ferien. Minergie-Gebäude lassen sich in Zeiten, in denen die Energiekosten steigen, leichter verkaufen und sind dank des geringen Wertabbaus mit reduziertem Risiko behaftet.
Dieser Artikel entstand im Auftrag von Minergie. |